Geschichte der Einrichtung

ajalugu-11987 erfuhren wir erstmals von der Idee der Camphill-Gemeinschaften durch die Begründer des finnischen Dorfes Sylvia koti, Kaarina und Freddy Heimsch.
1989 erweiterte Margit Engel vom norwegischen Camphill-Dorf Vidaråsen unsere ersten Kenntnisse.
1990 kamen Eltern von Kindern mit besonderen Bedürfnissen in Estland (insbesonders Ester Laos) zur Überzeugung, in Estland ein solches Dorf ins Leben rufen zu wollen. Margit Engel und Ester Laos begannen mit der Umsetzung der Idee. Norwegische Schüler von Steinerschulen trugen durch den Verkauf von Kerzen aus norwegischen Camphill-Dörfern zur Errichtung der ersten Häuser in Estland bei. Am 12. Juni 1991 kam es zur Vertragsunterzeichnung für den Bau zweier Wohnhäuser und eines Wirtschaftsgebäudes. Die Häuser wurden bis zum 14. Februar 1992 fertiggestellt, am 31. März zogen die ersten Bewohner ein. Das Eröffnungsfest fand am 24. Mai statt. Eine feierliche Grundsteinlegung erfolgte anlässlich des Baus des heutigen Helle-Hauses, das Stallgebäude und die Milchküche wurden 1993 errichtet.
Im Jahr 2000 wurde das Werkstättenhaus „Vikerkaar” fertiggestellt.
Seit 2001 steht das Camphill-Dorf Pahkla im Dienst von Menschen mit besonderen Bedürfnissen in Estland.

Anlässlich des 20. Geburtstages der Camphill-Gemeinschaft Pahkla formulierte der langjährige Vereinsvorsitzende Jaak Herodes:
„Es ist uns gelungen nachzuweisen, dass Menschen mit besonderen Bedürfnissen in der Lage sind, zusammenzuarbeiten, ihren kulturellen Wirkungskreis weiter zu entwickeln und füreinander da zu sein. Wir haben die Auffassungen verändert, die bisher gegolten haben. Wir werden als solche von unseren Nachbarn anerkannt. Wir werden öfters eingeladen, als wir es schaffen, Besuche zu machen. Wir werden besucht, um nachzuweisen, dass wir unser alltägliches Leben und unsere Arbeit auch wirklich schaffen.
Unser Leben kann als Modell dafür gelten, dass wir unser Leben selbst organisieren können – trotz der Besonderheiten unserer Mitbewohner. Wir haben keine Angst und fühlen uns wohl in der kulturellen und geistigen Umgebung, die die Gemeinschaft von Menschen mit besonderen Bedürfnissen und unseren Mitarbeitern hier geschaffen hat.”

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