Karl König, sagt

Das sind die drei grossen Irrtümer, die zu den Kriegen und Katastrophen unserer Gegenwartszivilisation beigetragen haben:
– Der Mensch hält sich für den Herrn und Erben der Erde und des Universums; die Gottesidee ist nichts als eine Fata Morgana in der Vorstellung primitiver Völker.
– Die niederen Instinkte und der Kampf ums Dasein, aus dem das ‚Überleben des Stärksten’ resultiert, gelten als Ursprung menschlicher Entwicklung und wurden zum Axiom erhoben.
– Messbare Intlligenz wurde zum Kriterium mit dessen Hilfe die Stellung eines Menschenin Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und so weiter bestimmt wird. Die Menschen sind in ihrer Existenz getroffen und verlangen nach gegenseitiger Hilfe und Heilung. Das Individuum möchte den Irrglauben an die Übermacht der Inetlligenz abschütteln; es möchte seinem Gefährten nicht als intelligentes sondern als menschliches Wesen begegnen. Es sehnt sich danach, dem Herzen des anderen zu begegnen, seinem ewigen Selbst. Der Mensch will im Mitmenschen mehr als die Summe von Grundbedürfnissen und Instinkten sehen. Er will in seinem Nachbarn das Ebenbild Gottes erkennen und sich dazu bekennen. Und wenn sein Nachbar in ihm das Ebenbild Gottes erkennt, so heben sich beide zu ihrer eingeborenen menschlichen Würde empor. Der Mensch muss endlich die Evidenz des Gõttlichen in der Welt wiederentdecken. Aber den Menschen ist es nicht gegeben, dies allein und auf sich sellbst gestellt zu erreichen. In Gemeinschaft mit anderen jedoch kann er die Gewissheit göttlicher Offenbarungen wiedergewinnen und daraus Mut und Kraft schöpfen. Wo auch immer sich wahre Gemeinschafte bilden, werden die drei grossen Irrtümer der modernen Zeit zerstreut und erlöst.

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